Warum EDIMAC

Gewerbeanzeigen werden heute von den zuständigen Behörden (Gemeinden, Ämter, Verwaltungsgemeinschaften) bereits zu einem hohen Prozentsatz mittels einer geeigneten Software erfasst und verwaltet. Die im Vergleich zu einer manuellen Bearbeitung möglichen Sparpotentiale liegen auf der Hand:

  • teure Formulare in Form von Durchschreibsätzen, die mühevoll mit der Schreibmaschine ausgefüllt werden mussten, können durch kostengünstige Ausdrucke auf weissem Papier ersetzt
  • Im Fall eines Tippfehlers muss nicht das gesamte Formular noch einmal ausgefüllt werden
  • Durch die direkte Erfassung in einer Datenbank wird Zeit gespart, da gerade bei Um- und Abmeldungen auf vorhandenen Daten zurückgegriffen werden kann
  • Der Sachbearbeiter wird durch die Software interaktiv unterstützt
  • Recherchen nach bestimmten Betrieben sind schnell und unkompliziert möglich

Auch in Bezug auf die Weiterleitung der Gewerbemeldedaten an die in § 14 Abs. 5 und 8a GewO benannten Empfänger (IHK, Handwerkskammern, Eichamt, Finanzamt…) bietet der Einsatz einer Gewerbe-Meldesoftware bereits erhebliche Vorteile, da zumindest das aufwendige Sortieren von Durchschreibsätzen entfällt.

Eine moderne Gewerbe-Meldesoftware bietet darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, Datenübermittlungen der vorgenannten Art auf elektronischem Wege vorzunehmen. Dies erfolgt auf der Basis eines bundeseinheitlichen Melde-Datensatzes im EDIFACT-Format.

Hier jedoch fangen die Probleme an, denn um die Möglichkeit der Datenübermittlung auf elektronischem Weg nutzen zu können, bedarf es auch auf der „Empfängerseite“ einer geeigneten Software. Diese muss zumindest in der Lage sein, das EDIFACT Format in für den Sachbearbeiter lesbare Daten umwandeln zu können. Nur wenn auf der Empfängerseite eine solche Software vorhanden ist, können auch alle Vorteile der Gewerbe-Meldesoftware auf der „Senderseite“ genutzt werden, denn die Datenlieferung in elektronischer Form bedarf der vorherigen Abstimmung zwischen den beteiligten Behörden.

Oftmals fehlt es aber gerade auf der Empfängerseite an eben dieser Software. Zu hohe Programmierkosten werden hier meist angegeben, wenn man nach den Gründen fragt. So sind derzeit meist nur die Statistischen Landesämter und die Industrie- und Handelskammern in der Lage EDIFACT-Daten zu lesen, da dort eine zentrale Softwarelösung mit entsprechender Funktionalität zum Einsatz kommt. Nur in seltenen Einzelfällen sind darüber hinaus einige Landkreise in Ihrer Funktion als Dienstaufsichtsbehörde bzw. einige Gewerbeaufsichtsämter in der Lage EDIFACT-Daten einzulesen.

So sind die Gewerbemeldestellen in den Fällen aller anderen Empfänger gezwungen nach wie vor mit zeit- und kostenaufwendigen Sammelausdrucken zu arbeiten.

Als Hersteller der bundesweit im Einsatz befindlichen Gewerbe-Meldesoftware TIGRIS haben wir uns deshalb entschlossen, selbst eine Software zu entwickeln, die auf der „Empfängerseite“ EDIFACT-Daten einlesen und verwalten kann.

So entstand EDIMAC

 

 

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